„Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“

Die Meinung der 450 Kongressteilnehmer des ausverkauften SCHWEIZER MARKENKONGRESS 2016 war einhellig: Jean-Claude Bivers Ausführungen über seine ganz eigene Philosophie der Markenführung war eines der Highlights des Branchentreffs. Im exklusiven Ambiente des Dolder Grand Zürich tauschten sich zum siebten Mal Entscheider der Schweizer Markenwelt zu brandaktuellen Themen der Markenführung aus. Weitere Erkenntnis: „Wenn schon mit dem Strom schwimmen, dann schneller“. 

Teilen, Respektieren, Verzeihen 
Der Ballroom des Dolder Grand Zürich war bis auf den letzten Platz besetzt, als Jean-Claude Biver, u.a. Präsident Hublot, per Live-Schaltung für ein Interview bereit stand. Die „Swiss Academy of Marketing Science“ verlieh Biver ihren Ehrenpreis aufgrund seines „Visionärtums für die Schweizer Uhrenindustrie sowie seiner Courage und Inspiration als Persönlichkeit für die Manager von Morgen“. Im Zuge dessen gab der Uhren-Manager auf bekannt euphorische Art seine Philosophie der Unternehmensführung an das hochkarätige Plenum weiter: „Teile dein Wissen und deine Fehler mit anderen, nur so können sie verwertet werden. Respektiere deine Mitmenschen sowie Mitarbeiter und versammle Leute um dich, die mehr wissen als du, nur so kommt ihr weiter. Verzeihe deine und die Fehler anderer, denn sie können passieren – aber mache keinen Fehler zwei Mal!"

Umdenken erforderlich: Neue Wege der Markenführung 
Game Changing und Disruption sind in aller Munde. Start-Ups aus dem Silicon Valley und verstärkt aus Europa versuchen die Welt in ihren Strukturen zu verändern und neue Wege zu gehen. Rasoul Jalali, General Manager DACH von Uber, bot Einblicke in die internationale Erfolgsstory und machte deutlich: „Wir machen viele traditionelle Dinge wahrscheinlich eher nicht, die andere Unternehmen machen. Am Ende des Tages geht bei uns vieles über word of mouth – auf der Nutzer- wie auch auf der Fahrerseite.“ Mit VIU VENTURES mischt Co-Founder Kilian Wagner aktuell den Brillenmarkt auf. Die Mischung aus einem „try at home“-Online-Store und individuell designten Flagship-Stores in Szenevierteln europäischer Grossstädte ist erfolgreich. Nach den ersten 24 Monaten wurden 30'000 Brillen verkauft. Auch Wagner unterstrich beim SCHWEIZER MARKENKONGRESS den „Kulturwandel“ in der Unternehmensführung. Er lege Wert auf Transparenz („Informationen nicht teilen macht langsam“), Mut zu Fehlversuchen („Fehlversuche vermeiden, um Geld zu sparen, führt nicht zum Ziel“) und die Verabschiedung vom „Top-Down“-Management („Entscheidungen liegen bei uns in mehreren Händen“).

Marken lernen aus der Kriminalpsychologie 
Den SCHWEIZER MARKENKONGRESS zeichnet seit jeher seine Themenvielfalt aus. Neben zehn eigenständigen Foren am Vormittag, darunter u.a. „Influencer Marketing“, „KMU Kommunikation“ oder „Markeneffizienz“ fand das Forum „Brand Profiling“ grossen Anklang bei den Kongressteilnehmern. Der europaweit führende Profiler Dr. Thomas Müller nannte vier Profiler-Erfolgsfaktoren, die auch für Marken gelten: Zunächst müsse man sich bei der Beurteilung selbst aus der Bedeutung nehmen. „Das hätte ich dem nie zugetraut“, sei eine der meist gehörten Spontanaussagen in der Nachbarschaft eines überführten Mörders. Die weiteren Punkte sind das Sammeln möglichst vieler Informationen, die Trennung von Wirkung und Ursache und das Erkennen von Bedürfnissen. „Der Schlüssel zur Lösung ist nicht die Tat, sondern das Motiv“, weiss der Criminal Profiler.

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Daniel Zuber
Leitung ESB Netzwerk Österreich
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